SAP Asset Management

Ohne SAP Asset Management führt der ungeplante Ausfall von notwendigen Maschinen und Produktionsanlagen führt nicht nur zu hohen Kosten, sondern kann den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens auch nachhaltig negativ beeinflussen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Anlagenplanung zu einer immer wichtigeren Managementdisziplin aufsteigt. Dabei umfasst Asset Management heutzutage nicht nur die Wartung und Instandsetzung von bestehenden Maschinen und Anlagen.

Vielmehr liefert erstklassiges Asset Management die Grundlage für wichtige Investitionsentscheidungen, wodurch dem Reporting und der zentralen Steuerung der Instandhaltungsmaßnahmen eine immer größere Rolle zukommt. Eine Lösung, die verspricht genau diese Aspekte in einem System zu vereinen, ist SAP Asset Management. Doch was steckt hinter der smarten Anlagenverwaltung aus dem Hause SAP, worin liegen die Stärken und Schwächen des Systems und für wen eignet sich die umfassende Softwarelösung ganz besonders?

Was ist SAP Asset Management?

Das Management von Maschinen und Anlagen ist ein wesentlicher Bestandteil des SAP-Systems, wobei durchdachte Ende-zu-Ende-Instandhaltungsprozesse dafür sorgen, den gesamten Lebenszyklus einer Anlage innerhalb einer einzigen Plattform zu überwachen und zu verwalten. Das Kernmodul, welches sich mit diesem Teilbereich beschäftigt, nennt sich SAP Enterprise Asset Management (EAM). Die Lösung stellt hierbei umfassende Funktionen zur Verfügung, die die Lebensdauer und Sicherheit von Maschinen und Anlagen verbessern und verlängern sollen.

Zudem ist EAM mit einem umfangreichen Reporting ausgestattet, welches sich nahtlos in die bestehende SAP-Landschaft integrieren lässt. Dieses Vorgehen ermöglicht aussagekräftige Reports, die Daten aus unterschiedlichsten Abteilungen intelligent miteinander verknüpfen und so eine solide Basis für zukünftige Entscheidungen bieten. Zusätzlich stellt SAP seit November 2018 seinen Kunden das Modul SAP Intelligent Asset Management zur Verfügung. Die Suite vereint modernste Technologien und Lösungen, die Unternehmen auf ihrem Weg hin zur digitalen Transformation unterstützen sollen.

SAP EAM im Überblick

Ziel von EAM ist es, die Lebensdauer von technischen Anlagen und Maschinen zu verbessern, sodass diese beinahe vollständig verfügbar sind. Teil der Lösung sind hierbei Funktionen zur vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) sowie smarte Geschäftsprozesse, die für einen reibungslosen Betrieb sorgen und ungenutzte Potenziale aufzeigen. Das Modul umfasst insbesondere vier Teilbereiche:

  • Inspektion
  • Wartung
  • Instandsetzung
  • Verbesserung

Inspektion

Die Inspektion stellt den technischen Istzustand von Maschinen und Anlagen fest. Werden während der Inspektion Abweichungen, wie beispielsweise eine übermäßige Abnutzung festgestellt, so kann frühzeitig versucht werden, die Ursachen für das Problem zu finden, wodurch das Risiko eines ungeplanten Ausfalls reduziert wird.

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Wartung

Im Gegensatz zur Inspektion kommt es bei der Wartung zum Ergreifen von Maßnahmen, die den Erhalt der Funktionsfähigkeit der Maschine oder Anlage sicherstellen. Benötigte Wartungspläne lassen sich hierbei ebenso über das System realisieren wie die automatische Beschaffung von Ersatzteilen und die zeitgerechte Bereitstellung von Personal.

Instandsetzung

Kommt es zu Störungen oder Ausfällen, so muss die Anlage überprüft und wieder in Betrieb genommen werden. Diese Aufgaben fallen den Bereich der Instandsetzung, die ebenfalls innerhalb des Moduls geplant und überwacht werden kann.

Verbesserung

Um die Zuverlässigkeit einer Anlage zu erhöhen, bedarf es konstanter Optimierungen. Die Verbesserungen verändern hierbei nicht die ursprüngliche Funktion der Maschine, sondern beschäftigen sich lediglich mit den Themen Ausfallsicherheit und Effizienz.

SAP Intelligent Asset Management

SAP Intelligent Assent Management ist ein Teil des bewährten Enterprise Asset Managements. Es beinhaltet Lösungen aus dem Bereich der digitalen Transformation und zielt darauf ab, Logistikprozesse intelligent und nachhaltig zu gestalten. Im Vordergrund stehen modernste Technologien, wie beispielsweise maschinelles Lernen sowie Echtzeitauswertungen, Big Data und der Einsatz von IoT-fähigen Geräten.

Durch den Einsatz smarter Technologien lassen sich Leistungssteigerungen realisieren, die zudem eine erhöhte Zuverlässigkeit und bessere Planungssicherheit ermöglichen. Das Herzstück der proaktiven Lösung bildet SAP S/4HANA. Die neue ERP-Suite gilt als zentrale Schnittstelle des Ansatzes, wobei auch Anbindungen an SAP Leonardo und an die SAP Cloud Platform problemlos realisiert werden können. Die Suite besteht aus fünf unterschiedlichen Modulen, die sich je nach Bedarf miteinander kombinieren lassen und auch Funktionalitäten bieten, die für Unternehmen in speziellen Nischen überaus interessant sind:

SAP EAM im Detail

Bei SAP EAM handelt es sich um ein flexibles und weltweit erprobtes Asset Management System. Dabei wird das Modul nicht nur in anlagenintensiven Industrien eingesetzt, sondern auch in kleinen und mittleren Unternehmen, die über nur wenige Betriebsanlagen verfügen. Das Modul ist Teil des Enterprise Resource Plannings und gliedert sich in unterschiedliche Funktionsbereiche:

Anlagenstrukturierung

Damit Maschinen und Anlagen über das System verwaltet werden können, müssen diese zuerst im System erfasst werden. Die Anlagenstrukturierung übernimmt diese Funktion, wobei dank sogenannter technischer Arbeitsplätze, Equipments, Instandhaltungsbaugruppen und Stücklisten auch mehrstufige Anlagenstrukturen in unterschiedlichen Produktionsstandorten detailliert und zentral im System gespeichert und verwaltet werden können.

Geschäftsprozesse

Für eine effektive und nachhaltige Instandhaltung bedarf es durchdachter Geschäftsprozesse, die die einzelnen Tätigkeiten gekonnt koordinieren. Bei SAP werden die jeweiligen Geschäftsprozesse über Objekte im System abgebildet, wobei sowohl geplante Instandhaltungen als auch Sofortinstandsetzungen und vorausschauende Instandhaltungen innerhalb des Systems durchgeführt werden können. Der Status der einzelnen Maßnahmen ist in Echtzeit ersichtlich, sodass verantwortliche Mitarbeiter jederzeit alle aktuellen und historischen Informationen über die unterschiedlichen Maschinen und Anlagen abrufen können.

Mobile Instandhaltung

Die Digitalisierung führt zu einer immer stärkeren Vernetzung, sodass SAP im Modul auch einen eigenen Funktionsbaustein für die mobile Wartung zur Verfügung stellt. Mobile Endgeräte kommunizieren hierbei mit dem ERP-System, wobei sowohl Online- als auch Offline-Lösungen zur Verfügung stehen.

Controlling

Für die einfache Überwachung der Geschäftsprozesse stehen unterschiedliche Reports zur Verfügung, die je nach Bedarf individuell angepasst werden können. Die Auswertungen lassen hierbei Rückschlüsse auf ungenutzte Potenziale zu, sodass Optimierungen und Verbesserungen laufend möglich sind.

Zielgruppe des SAP Asset Managements

Das System eignet sich besonders gut für Unternehmen, die eine Vielzahl an Anlagen verwalten und überwachen müssen. Hierbei bietet die Lösung des ERP-Giganten ganz klar den Vorteil, dass durch die zentrale Verwaltung und durch den Einsatz von Best Practices auch komplexe Betriebsstätten und unterschiedliche Standorte sicher und übersichtlich in einem zentralen System verwaltet werden können. SAP Asset Management ist jedoch auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant, die sich für neue Technologien interessieren und ihr Unternehmen für die Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, wappnen möchten. Dabei lassen sich insbesondere die Lösungen, die SAP Intelligent Asset Management bietet, überaus gut skalieren und an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

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Die Stärken

Die Lösung fügt sich nahtlos in bestehende SAP-Landschaften ein und kann dadurch einfach mit vorhandenen Modulen kombiniert werden. Besonders die Verfügbarkeit von Daten in Echtzeit sowie die umfangreiche Dokumentation der einzelnen Maßnahmen sind hierbei Pluspunkte, mit denen derzeit kaum eine andere Lösung am Markt aufwarten kann. Zusätzlich gibt EAM Kunden auch die Möglichkeit, geografische Informationen in das System einzubinden und mit bestehenden Daten zu kombinieren. Dies ermöglicht einen passgenauen Einsatz von Mitarbeitern und Werkzeugen und führt so zu nachhaltigen Verbesserungen in den Bereichen Effizienz und Performance.

Die Schwächen

Die Implementierung der einzelnen Lösungen benötigt, wie für SAP im Allgemeinen üblich, Zeit und bindet zudem Ressourcen. Daher realisieren viele große Unternehmen EAM oftmals über ein sogenanntes Einführungsprojekt. Im Zuge dieses Projekts wird dann die individuelle Wartungsstrategie erarbeitet und erst später auf das gesamte Unternehmen ausgerollt. Je nach Betriebsgröße und Branche sind zudem auch Anpassungen notwendig, die ebenfalls im Vorfeld geplant, umgesetzt und getestet werden müssen. All jene Unternehmen, die auf der Suche nach einer schnell umsetzbaren und schlanken Lösung sind, sollten daher auch einen Blick auf alternative Lösungen werfen, die die gewünschten Funktionen womöglich ebenfalls abdecken.

Fazit

SAP Asset Management ist eine leistungsstarke End-to-End-Instandhaltungssoftware, die bei Bedarf sämtliche Bereiche des Anlagenmanagements abdeckt. Dabei können der hohe Grad der Automatisierung und die zielgerichtete Planung zu massiven Kostenreduktionen führen und zugleich unentdeckte Optimierungspotenziale aufdecken. Zusätzlich bietet SAP mit seinem Intelligent Asset Management all jenen Kunden, die ihr Unternehmen für die Zukunft rüsten möchten, überaus attraktive Features und Funktionen, die dabei helfen, die Ausfallsicherheit zu verbessern und die Anlagenrentabilität zu erhöhen. Die Umsetzung einer nachhaltigen und effektiven Lösung für das Anlagenmanagement benötigt jedoch Zeit und Ressourcen, sodass einer frühzeitigen und umfassenden Planung höchste Priorität zukommt.


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