
Der Application Designer – SAP Analytics Cloud

Der SAP Application Designer ist das neuste Mitglied der SAP Analytics Cloud und ermöglicht erhebliche Erweiterungen der SAP Analytics Cloud-Funktionalitäten.
Welche Bereiche gehören zur SAP Analytics Cloud?
Business Intelligence
Durch die BI werden die Daten verschiedener Quellen verwendet, was es ermöglicht auch auf komplexe Fragen immer eine Analyse erstellen zu können. Diese lassen sich wiederum im Handumdrehen in Ad-hoc-Berichten anzeigen.
Mit wenigen Klicks lassen sich die Erkenntnisse in Ad-hoc-Berichten visualisieren.
Planung
SAP vereint Reporting und Planung in einem Tool und lässt somit das Konzept einer separaten Planungsumgebung hinter sich, wodurch es viel einfacher und nervenschonender zu bedienen ist. Das ständige Drag&Drop hat somit ein Ende und die integrierte Kollaborationsfunktion beschleunigt die Prozesse zusätzlich.
Predictive Analytics
Diese Software prognostiziert die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ergebnisse, mit Hilfe von maschinellem Lernen und Prognosealgorithmen. Sie hilft dabei, gewinnbringende Entscheidungen zu treffen, basierend auf der Prognose zukünftiger Verhaltensweisen und Resultate durch vorausschauende Analysemodelle. Bei der Einführung und Wartung bietet die On-Premise Lösung eine Hilfestellung.
Was ist neu?
Nun wurde der Rahmen um den SAP Analytics Cloud Application Designer erweitert, welcher in Q2/2019 veröffentlicht wurde.
SAP Application Designer – Funktionen
Der SAP Analytics Cloud Application Designer fungiert als Entwicklungsumgebung, welche es Ihnen ermöglicht komplexe Anwendungen zu erstellen und durch Programmierung individuelle Aufgaben durchzuführen.
Popups
Popups sind Container-Widgets, die andere Widgets aufnehmen können. Sie können so konfiguriert werden, dass sie während der Anwendung aufpoppen, um kontextuelle Einblicke zu geben. Dies ermöglicht es den Nutzern auch, sekundäre Erkenntnisse bei Bedarf einzusehen und so wertvolle Immobilien zu erhalten.
Die Notwendigkeit von Scripting
Die Skripting-Funktionen vom Application Designer, ermöglichen es IT-Teams, Endanwendern viele individuelle Funktionen zur Verfügung zu stellen. Während Stories Inhalte mit standardisierten Interaktions- und Navigationspfaden liefern können, müssen analytische Anwendungen benutzerdefinierte Benutzererfahrungen, Interaktionen und Navigationspfade liefern. Dies wird in erster Linie durch Skripting ermöglicht.
Globale Variablen
Im Gegensatz zu lokalen Variablen müssen globale Variablen in einem separaten Panel deklariert werden. Wie der Name schon sagt, können globale Variablen über verschiedene Skriptereignisse und Widgets hinweg verwendet werden.
Linked analysis
Die linked analysis ermöglicht es SAP Analytics Cloud Story-Widgets, dynamisch miteinander zu interagieren, basierend auf den in einem Widget ausgewählten Elementen. Diese Funktion ist in den Analyseapplikationen standardmäßig nicht aktiviert und muss dort mittels Skripting implementiert werden.
Der Vorteil dabei ist jedoch, dass wir die Linked Analysis so implementieren können, wie wir es in analytischen Anwendungen wünschen. Beachten Sie, dass die standardmäßige Funktionalität der verknüpften Analyse, die für Stories bereitgestellt wird, keine komplexen Interaktionen durchführen und nicht angepasst werden kann.
Der Explorer
Der Explorer unterstützt Sie bei der Durchführung von Ad-hoc-Erkundungen und ermöglicht Ihnen Einblicke in Ihre Daten. Es ist möglich, den Explorer on-demand in analytischen Anwendungen aufzurufen, wobei sich die Exploration auf vordefinierte Messungen und Dimensionen beschränkt.
Smart Discovery
Smart Discovery ist ein leistungsstarkes Feature vom Application Designer, das mit dem eingebauten maschinellen Lernalgorithmus nach der Analyse Ihrer Daten eine neue Geschichte generieren kann. In Stories haben wir Smart Discovery in die Datenansicht eingebettet. Aber in analytischen Anwendungen müssten wir Smart Discovery mit Hilfe von Skripten starten, die entweder für Dimensionen oder für Kennzahlen laufen können.
Datums- und Zeitbereichsfunktionen
Analytische Anwendungen unterstützen die Übergabe einzelner oder mehrerer Elemente zur Filterung, unterstützen aber keine Bereiche. Bei Datumsangaben können Sie jedoch den Zeitbereich als Parameter übergeben. Hier unten sehen Sie verschiedene Zeitbereichsfilter in Aktion.
Software Development Kit (SDK)
Ein Software Development Kit (SDK) beinhaltet eine Reihe von Tools, die zur Entwicklung von Anwendungen verwendet werden, die von Hard- und Softwareanbietern bereitgestellt werden. SDKs bestehen in der Regel aus Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs), Beispielcodes, Dokumentationen usw.
Zur Zeit ist die SDK noch nicht erhältlich, jedoch ist sie bereits in Planung.
Story vs. Application
Nun werden sich viele denken, dass doch Story und Application das gleiche ist, aber dem ist nicht so! Es gibt einige signifikanten Unterschiede, die im folgenden erläutert werden. Die Gemeinsamkeit von beiden ist unter anderem, dass die Konsumenten beider auf den Unternehmensfachbereichen sind.
Storys
Die Story auf der einen Seite, bietet eine hohe Flexibilität, die allerdings mit einer begrenzten Auswahl von Anwendungsszenarien einhergeht. Sie bietet eine geführte Berichterstellung und viele Tools, die Interaktionsmöglichkeiten für User schaffen und Visualisierungen ermöglichen. Durch die hohe Flexibilität, kann das Umsetzen von komplexen Anwendungsfällen gewährleistet werden.
Storys sind allgemein einfacher zu bedienen und es braucht viele Schritte, um eine Story erstellen zu können, durch welche man geleitet wird. Geführte Dialoge und automatisierte Funktionen, ermöglichen eine einfache Erstellung von Filtern und Eingabefeldern, was dem Konsumenten die Interaktion mit der Story gestattet. Gleichzeitig schränken sie den Rahmen der Anwendungsszenarien ein
Geben viele Funktionen vor, Ersteller wird geleitet, schränken gleichzeitig den Rahmen der möglichen Anwendungsszenarien ein. Bieten hohen Freiheitsgrad u. viele komplexe Funktionen. Aber: eignen sich nicht immer für die Umsetzung aller Anwendungsfälle.
Applikationen
Applikationen bieten, im Gegensatz zu Storys, mehr Freiheiten und weniger Führung, wodurch die Entwicklung der Applikationen nur für erfahrene Anwender oder Entwickler in Frage kommt. Es können eigene Algorithmen und Verhaltensweisen durch einen Programmiercode hinterlegt werden. Dem Applikationsersteller stehen in der Entwicklungsumgebung diverse Werkzeuge zur Verfügung, damit ein komplexes Dashboard erstellt werden kann.
Nichts desto trotz gibt es Standardwerkzeuge, die der Entwickler für einfache Aufgaben benutzen kann, damit sie sich mit ihren Programmierkünsten ausschließlich den komplexen Funktionen widmen, dies ist zum Besipiel bei der Erstellung von Tabellen, Charts und Formatierungen der Fall.
Durch die Hinzunahme von Entwicklungswerkzeugen erweitert sich das Spektrum der Möglichkeiten. Entwickler können ihren eigenen Programmiercode implementieren, was komplexe Szenarien ermöglicht.
Mein persönlicher Tipp:
Generell empfehle ich zuerst auf die SAP Analytics Cloud zu schauen und zu prüfen ob hier neue Anforderungen umgesetzt werden können. Auch im Fall des Application Designers folge ich dieser Empfehlung. Zuerst sollten Sie schauen, ob neue Dashboards oder Applikationen mit dem SAP Analytics Cloud Application Design umgesetzt werden können – falls ja sollten Sie das machen, falls nein stellt sich die Frage, ob man warten sollte bis die Funktionen kommen oder es mit Lumira zu machen.