Swen Deobald
 - 23. April 2020

Business Intelligence in der COVID-19 Pandemie

In der COVID-19 Pandemie fliegen einem die Zahlen in den Nachrichten nur so um die Ohren. So und so viele Menschen sind in ganz Deutschland infiziert, gestorben und auch ein großer Teil davon wieder genesen worden. Doch was hat die Business Intelligence damit zu tun? Die schlechten und guten Seiten von Business Intelligence in einer Krisenzeit, werden im folgenden erläutert.

Pandemie Daten & Metriken

Die drei Hauptmetriken, die bei dieser Pandemie verfolgt werden, sind

  • Bestätigte Fälle
  • Todesfälle insgesamt
  • Genesene Menschen insgesamt

Die erste Metrik erfordert, dass Menschen getestet werden und das ist bekanntlich nur dort möglich, wo Tests verfügbar sind (das Ergebnis kann bis zu einigen Tagen dauern). Des Weiteren gibt es noch eine Dunkelziffer, da nur ein Bruchteil der Menschen getestet werden. Gesundheitsexperten haben erklärt, dass viel mehr Menschen das Virus bereits ohne oder mit sehr milden Symptomen gehabt haben. Je mehr Tests verfügbar sind, desto mehr wird diese erste Metrik zunehmen. Leider hat dies einige Menschen nicht davon abgehalten, bestätigte Fälle durch Gesamttodesfälle zu dividieren, um völlig falsche Informationen über die Todesrate des Virus zu erhalten.

Fehlende Daten

In dieser Pandemie passen die gewohnten Big Data Formeln nicht mehr, weswegen eine neue erstellt werden muss:

Fehlende Daten + Gute Daten = Fehlende gute Daten

Es fehlen uns Daten, weshalb die Daten unvollständig sind. Daraus resultiert die Frage: „Messen wir die richtigen Dinge?“. Daraus resultiert wiederum, dass die ergriffenen Maßnahmen wahrscheinlich fehlerhaft sind, weil sie auf falschen und/oder fehlenden Daten beruhen.

Einige Universitäten und Institutionen haben auf der Grundlage dieser Daten sogar Prognosemodelle entwickelt, die mit noch höherer Wahrscheinlichkeit fehlerhaft sind.

Business Intelligence

Aus Business Intelligence profitieren

Business Intelligence (BI) kann und wird in dieser Krise aber auch von Organisationen, die vertrauenswürdige Datensätze analysieren (in der Regel ihre eigenen), gut genutzt. Branchen, die am härtesten betroffen sind, wie Fluggesellschaften, Unterhaltungs- und Gaststättengewerbe und Restaurants, können sie nutzen, um auf intelligente Weise ihre Kosten zu senken und die Auswirkungen auf ihre Kunden, Mitarbeiter und das Gesamtgeschäft besser zu verstehen.

Andere Organisationen, die derzeit überfordert sind, wie das Gesundheitswesen, Supermärkte, Vertrieb und Logistik & Supply Change Management, können ebenfalls von Business Intelligence Systemen profitieren. Denn jedes Unternehmen kann diese Systeme nutzen, um die Lieferkette zu analysieren und sich besser auf die unvermeidliche globale Konjunkturabschwächung vorzubereiten.

Das Gesundheitswesen und Business Intelligence

Für das Gesundheitswesen können BI-Dashboards dazu beigetragen, dass die Gesundheitsdaten von der Analyse in die Praxis umgesetzt werden können. Im Laufe der Zeit entwickelten sich diese Dashboards zu einer Kommandozentrale zur für Echtzeit-Überwachung von Metriken aus mehreren Krankenhäusern.

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Neben anderen lebensrettenden Vorteilen waren sie in der Lage, Krankenwagen in das nächstgelegene Krankenhaus zu leiten, in dem Betten für den jeweiligen Patientenzustand zur Verfügung standen, was in der Coronakrise von großem Vorteil ist. Darüber hinaus wurde die Entwicklung einer mobilen Anwendung für die Öffentlichkeit in Betracht gezogen, um die Wartezeiten in den Notaufnahmen der verschiedenen Krankenhäuser anzuzeigen.

Es besteht kein Zweifel, dass Business Intelligence eine Schlüsselrolle dabei spielen wird, Organisationen bei der Bewältigung der aktuellen Krise sowohl aus Sicht des Gesundheitswesens als auch aus geschäftlicher Sicht– sowohl im Gesundheitswesen als auch in allen anderen Branchen – zu unterstützen, solange wir gute Daten verwenden und die richtigen Dinge messen.

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Das Umdenken

Wir alle können damit beginnen, uns unter den gegebenen Umständen, die richtigen Fragen zu stellen. Was in der Vergangenheit funktioniert hat, ist vielleicht nicht das, was jetzt gebraucht wird. Nach der Finanzkrise 2008 haben viele Organisationen ihre wichtigsten Leistungskennzahlen geändert, da sie gelernt haben, dass sie nicht die richtigen Dinge messen. Genauso werden sich Ihre Kennzahlen nach dieser Krise wieder ändern. Tun wir alle einen Schritt und analysieren wir unsere Daten nicht in einem reaktionären Modus, sondern überlegen wir uns was wir messen und ob wir alle Daten haben, die wir brauchen, um es zu messen.

Bleiben Sie gesund!

Swen Deobald

Swen Deobald

Mein Name ist Swen Deobald und ich bin begeisterter SAP Analytics Berater. Als Fachbereichsleiter von Compamind unterstütze ich Sie mit meinem Team bei allen Fragen rund um SAP Analytics, Business Warehouse, BusinessObjects und der SAP Analytics Cloud.

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